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Geschichte der Modellbahnfreunde Düren:          
Die genauen Daten der Gründung unserer Interessengemeinschaft wurden leider nicht dokumentiert, da zunächst eine solche Entwicklung weder geplant noch ab­sehbar war. Im Jahr 1986 begann alles mit der Idee von Franz Küpper, sein Modell­bahnwissen an interessierte Modellbahner weiter zu geben. Da Franz Küpper neben seinem Hobby auch beruflich mit der Modelleisenbahn zu tun hatte, wurden ihm häufig Fragen nach elektrischen bzw. elektronischen Schal­tungen für die Modelleisenbahn gestellt. Was lag also näher, als hierüber einen Kursus an der Volkshochschule Düren anzubieten. Die große digitale Welt steckte noch in den Kinderschuhen und elektronische Fahrregler wurden auch nur von wenigen Herstellern angeboten, ganz zu schweigen von den Kosten die den Modellbahnetat belasten. Selbstbau war also die Devise.
 

Zum ersten VHS-Kurs meldeten sich ca. 15 Modellbahner an. Ein weiterer Kur­sus folgte, da das Interesse groß war und sich immer mehr Modellbahner hinzu gesellten. In den Kursen wurden neben den elektronischen Grundlagen, Schal­tungen für den Modellbahnbetrieb, wie Blinkanlagen, Fahrtregler, Besetztmelder usw. erarbeitet. Damit die Angelegenheit nicht zu trocken wurde, schlugen die Kursteilnehmer vor, doch einmal Geländeausschnitte zu gestalten um daran die Schaltungen in der Praxis zu testen. Ein weiterer Kursus war geboren und die VHS stellte uns Werkräume im Keller der Grundschule Düren im Grüngürtel zur Verfügung. Hier entstanden die ersten Modulkästen in den Abmessungen: Länge 80 cm, Tiefe 50 cm und Höhe 10 cm. Das Material - ehemalige Munitions­kisten der Bundeswehr - besorgten die Kursteilnehmer. Es wurde gesägt, gebohrt und geschraubt, so dass nach sehr kurzer Zeit einige Modulkästen für die weitere Landschaftsgestaltung zur Verfügung standen.

 

Um auch außerhalb der VHS-Kurse weiter bauen zu können, ergab sich die Möglichkeit im Bürgerhaus Mariaweiler einen Raum kostenfrei zu nutzen. Hier wurden in Gruppen die ersten Module „Lendersdorf“, „Nideggen-Brück“, „Zerkall“, „Abenden“ und „Heimbach“ begonnen.

 

An dieser Stelle sei gesagt, dass der Begriff Module nicht mehr zutrifft, da zwischenzeitlich für den Bahnhof Lendersdorf, neben dem Grundmaß 80 x 50 cm auch Kurvenmodule mit asymmetrischen Grundriss erforderlich waren. Außer­dem sind die Gleisübergänge nicht genormt, so dass man richtigerweise von Seg­menten spricht.

 

Anfang 1994 ereilte uns die schlechte Nachricht, dass die Räume im Bürgerhaus Mariaweiler als Ausweichunterrichtsräume der Städt. Anne-Frank-Gesamtschule Düren benötigt werden. Ersatzweise bot man uns im Alten Schulgebäude von Mariaweiler das ehemalige Fotolabor an. Gleichzeitig wurde eine alternative Unterbringungsmöglichkeit in der gegenüberliegenden Lehrerwohnung geprüft. Unter der Voraussetzung, dass uns die Räumlichkeiten langfristig zur Verfügung gestellt werden, erklärten wir uns bereit, die im desolaten Zustand befindlichen Räume auf eigene Kosten zu renovieren. Was wir nicht wussten war, dass weitere bauordnungsrechtliche Auflagen hinzukommen sollten, die die finanziellen Mög­lichkeiten unserer Interessengemeinschaft endgültig sprengten. Also ging die Suche weiter. So wurden mit Unterstützung der Dürener Kreisbahn (DKB), die seit 23. Mai 1993 den Betrieb auf der Rurtalbahn übernommen hatte, von der DKB nicht mehr benötigten Bahngebäuden und von der DB ausgemusterte Ge­päckwagen ins Auge gefasst - leider ohne Erfolg.

 

Rettung ergab sich durch einen Lehrer aus Nörvenich, der sich unserer Gruppe anschloss und von Kellerräumen in seiner Hauptschule berichtete. Schnell war der Kontakt hergestellt und zwei Kellerräume konnten uns von der Gemeinde Nörvenich zur Verfügung gestellt werden. Am Samstag, den 24. Juni 1995 war es dann so weit, wir zogen von Mariaweiler nach Nörvenich um. Endlich konnten die bisher nur zum Teil fertiggestellten Segmente vollständig aufgebaut und die Planungen für den Weiterbau in Angriff genommen werden.

 

Am Freitag, den 27. Oktober 1995 startete dann der erste Kurs „Modellbahnbau“ an der Kreis-Volkshochschule Düren in der Zweigstelle Nörvenich. Seit 1995 finden nun 2x jährlich Kurse in der Hauptschule Nörvenich statt. Durch die VHS-Kurse sind weitere Mitglieder unserer Interessengemeinschaft beigetreten, die sich auch außerhalb der VHS dem Hobby Modellbahn widmen. Seit Ende der 90er Jahre hat die Anzahl und die Qualität unserer Modellbahnanlage stetig zuge­nommen. Auch bei den Modellbahnklubs in der Region haben sich die Modell­bahnfreunde Düren inzwischen einen guten Namen gemacht und werden gerne zu Ausstellungen eingeladen. Zu sehen ist unsere Segmentanlage „Rurtalbahn“ vom 28. bis 29. März 2009 in Lohmar und vom 18. bis 19. April 2009 in Aachen. Nähere Informationen auf dieser Seite unter „Termine“.

 

Sollte Sie also Interesse haben, mit uns die Rurtalbahn im Maßstab 1:160 nach­zubauen, sind Sie herzlichst eingeladen.